Auch in diesem Jahr durfte das Christianeum die Hamburger Delegation zur Teilnahme am Modell Europa Parlament (MEP) in den Bundesrat und in verschiedenste Landesvertretungen in Berlin entsenden.

Acht Delegierte aus der 10. Klasse (Constantin Andersen, Matthis Hetzer, Lisa Jenssen, Frederik Lutter, Jakob Moers, Casper Oberstebrink, Sophia Schönemeyer und Thekla Schwarte) sind gemeinsam mit dem Ausschussvorsitzenden (Jonas Herlyn) aus dem S2 und Herrn Jung in die Hauptstadt gefahren, um am 27. nationalen MEP, einem politischen Planspiel zur Europapolitik, teilzunehmen und Griechenland zu vertreten.

Die ersten beiden Tage wurden in acht verschiedenen Ausschüssen mit je acht Delegierten aus den 15 anderen Bundesländern und Vertreterinnen und Vertreter Österreichs, der Niederlande, Luxemburgs und Tschechiens Resolutionen zu aktuellen politischen Problemen in der EU erarbeitet, die an den letzten beiden Tagen lebhaft im Plenarsaal des Bundesrates verteidigt und debattiert wurden. Es wurde z.B. über den Schutz kritischer Infrastruktur vor hybriden Angriffen, die Wehrhaftigkeit demokratischer Systeme und die Unabhängigkeit der digitalen Infrastruktur der EU diskutiert, aber auch über erneuerbare Energien innerhalb der EU und eine Neuausrichtung der Handelsbeziehungen zu China und den USA. Ein Empfang im Bundespresseamt mit der stellv. Leiterin Esther Uleer sowie Nancy Böhning (Bevollmächtigte des Landes Bremen beim Bund) und eine Fishbowl-Diskussion mit Chantal Kopf (Bündnis 90/Die Grünen, MdB) und Tilman Kuban (CDU, MdB) blieben auch nicht aus. Manche Resolutionen wurden vom Parlament (bestehend aus allen Delegationen) angenommen und werden nun vom Präsidium an die EU-Kommission, das Europäische Parlament und den Ministerrat weitergeleitet. Innerhalb der Ausschüsse konnten sich die Christianeerinnen und Christianeer gegen viele ihrer Mitdelegierten durchsetzen, als es um die Redenverteilung ging. Ganze 7/40 zu vergebenen Reden haben die Hamburger Delegierten am Rednerpult des Bundesrates halten können. Darüber hinaus wurden 5/8 Teilnehmende vom Christianeum für internationale MEPs nominiert.

In Erinnerung bleibt den Delegierten neben den neu erlernten Fähigkeiten und dem Wissen rund um (Europa-)Politik, eine einzigartige Gemeinschaft mit den Mitdelegierten und neue enge Bekanntschaften in ganz Deutschland.