Im Hamburger Schulgesetz sind die Ziel- und Leistungsvereinbarungen (ZLV) als ein Instrument zur Steuerung Selbstverantworteter Schulen verankert.

In einer ZLV werden die Ziele, Instrumente und Leistungsverpflichtungen zwischen der Schulaufsicht einerseits und der Schulleitung gemeinsam mit Kollegium und Elternschaft andererseits ausgehandelt und schriftlich festgelegt. Einmal im Jahr wird bilanziert und der Stand der Zielerreichung evaluiert.

Grundlage der Ziele bildet der „Orientierungsrahmen Schulqualität“, der auch den Bezugspunkt für die Schulinspektion darstellt, die alle fünf Jahre ansteht. Die gemeinsam ausgehandelten Ziele und Kriterien geben den Schwerpunkten der Schulentwicklung Form und Gewicht. In der Regel werden drei ZLV mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren schriftlich niedergelegt.

„Orientierungsrahmen Schulqualität"

​Grundlage der Ziele bildet der „Orientierungsrahmen Schulqualität“, der auch den Bezugspunkt für die Schulinspektion darstellt, die alle fünf Jahre ansteht.

Die gemeinsam ausgehandelten Ziele und Kriterien geben den Schwerpunkten der Schulentwicklung Form und Gewicht. In der Regel werden drei ZLV mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren schriftlich niedergelegt.

Im Herbst 2013 wurden die drei Ziel- und Leistungsvereinbarungen von 2019 evaluiert und erfolgreich abgeschlossen. Da die Schule in den nächsten Jahren mit der Umsetzung der neuen Bildungspläne und der Einführung des Faches Informatik zwei gewichtige Schulentwicklungsprojekte umsetzen muss, haben wir uns mit der Schulaufsicht auf eine neue ZLV mit einer Laufzeit von drei Jahren geeinigt.

"Feedback-Kultur"

Verantwortung tragen für den Lernprozess – Vom Einsatz von Feedback-Bögen zur Feedback-Kultur:

Im Frühjahr 2023 wurde auf Initiative des Schülerrats durch die Schulkonferenz die Verpflichtung der Lehrkräfte zu mindestens einem jährlichen Feedback in jeder Lerngruppe ausgesprochen.

Doch das Einholen von Feedback per se ist keine Garantie für die Weiterentwicklung des Unterrichts. Es kommt darauf an, warum und wie Feedback eingeholt wird und wie damit umgegangen wird. Entscheidend ist die Umsetzung der Ergebnisse des Feedbacks.

Ziel der ZLV ist, aus der Abstimmung eine Feedback-Kultur entstehen zu lassen, die nachhaltig sowohl positive Auswirkungen auf den erteilten Unterricht, wie auch auf die Lernhaltung und den Lernerfolg der Schülerinnen und Schüler hat.

ZLV-Archiv

Seit 2009 gibt es die Einrichtung der Ziel- und Leistungsvereinbarungen zwischen Schulaufsicht und -leitung. Die bisherigen Vereinbarungen wurden erfolgreich abgeschlossen.

2019: Das Kollegium entwickelt ein gemeinsames Verständnis von gutem Unterricht.

Die Frage, was guter Unterricht ist, woran man ihn erkennen kann und was ihn ausmacht, ist gar nicht so leicht zu beantworten. Gemeinsam haben Kollegium, Schülerinnen und Schülern und Eltern ein gemeinsames Verständnis von gutem Unterricht entwickelt. In ausgiebigen Diskussionen wurden fünf Aspekte guten Unterrichts als prioritär befunden:

  • Die Lernarrangements fördern die Eigenaktivität und Selbständigkeit der Schülerinnen und Schüler.
  • Der Unterrichtsstoff ist darauf ausgerichtet, Verstehenszusammenhänge zu erschließen.
  • Lehrerinnen und Lehrer sind empathisch und schaffen eine positive Arbeits- und Lernatmosphäre.
  • Lehrerinnen und Lehrer sind in ihren Fächern begeisternd und kompetent.
  • Der Unterricht festigt und vertieft.

2019: Förderung systematischer und verbindlicher Zusammenarbeit durch Jahrgangskonferenzen

  • Jahrgangs- und Fachjahrgangskonferenzen öffnen dem Kollegium Möglichkeiten zur konkreten Teilhabe an der Unterrichtsentwicklung. Kombinierte Jahrgangs- und Fachjahrgangskonferenzen werden im Schulterminplan fest verankert.

2019: Verankerung eines umfassenden und differenzierten Fairness-Begriffs im Bewusstsein der Schulgemeinschaft.

Das Ziel entstand aus einer spontan gegründeten Arbeitsgruppe der Lehrerschaft, in die auch Schülerinnen und Schüler und Eltern eingetreten sind. Im März 2019 verständigte sich das Kollegium inhaltlich auf drei Entwicklungslinien:

  • Fairer Umgang miteinander und demokratische Schulkultur
  • Fair zu Umwelt und Klima und ökologische Verantwortung
  • Fair zu Menschen rund um den Globus und globales Lernen

2016: Teambuilding und kollegiale Unterrichtshospitationen: Grundlage ist das Konzept des Teammanagements. Dabei werden Methoden und Prinzipien effektiver, ziel- und interessenorientierter Zusammenarbeit bewusst gemacht, ausgebaut und trainiert. Ziel ist es, die Ressourcen und Kompetenzen innerhalb von Teams zu entdecken und optimal einzusetzen, Prozesse zu planen und gemeinsam zu steuern, auszuwerten und zu optimieren, mit Konflikten konstruktiv umzugehen. Kollegiale Unterrichtshospitationen sind eine erfolgreiche Methode, den Unterricht nachhaltig zu verändern. Sie können zum erfolgreichen Aufbau einer Fach- und Klassenteamkultur führen. Kollegiale Hospitationen bieten Lernmöglichkeiten für alle Beteiligten und somit die Möglichkeiten, vorhandenes didaktisches Wissen im Kontext anzuwenden, zu reflektieren und neue Impulse und Anregungen durch Akzeptanz und Austausch zu erhalten. Sie dienen damit der Qualitätsverbesserung.

2014: Schulleitungs-Feedback: Die Schulleitung nimmt Feedback und Kritik aus dem Kreis aller an der Schule Beteiligten konstruktiv auf und zieht daraus Konsequenzen für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Sie stellt Transparenz und Kommunikation her.

2013: Portfolioarbeit: Das Portfolio dokumentiert den Entwicklungsprozess eines Schülers innerhalb und außerhalb der Schule, stärkt die Selbstverantwortung für den Entwicklungsprozess und fördert die eigenen Lerninteressen. Die Mappe soll die Jahrgangsstufen 8/9/10 begleiten und alle Projekte (Sozial- Betriebspraktika, Präsentationen, Facharbeiten, etc.) über die 3 Schuljahre hinweg kommentiert beinhalten.

2013: Forderunterricht: Besonders begabte Schüler werden in den folgenden Fächern und Fähigkeiten gefordert: Mathematik, Deutsch, Latein, Englisch, Naturwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften durch Exzellenzkurse oder Betreuung bei der Teilnahme an Wettbewerben.

2013: Curriculums-Entwicklung: Ausgehend vom Schulprogramm, dessen Eckpfeiler die Begriffe „Entwicklung“, „Eigenständigkeit“ und „Verantwortlichkeit“ sind, ist bei der Entwicklung des jeweiligen Fachcurriculums neben der Festlegung von Inhalten und Methoden auch die curriculare Entwicklung fächerübergreifender Themen zu berücksichtigen.

2013: Förderunterricht: Konzeptentwicklung für die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit schwach ausreichenden oder mangelhaften Leistungen in den Hauptfächern. Einrichtung von entsprechenden Kursen und Angebote für individuelle Beratungen in Form eines Lerncoachings.

2011: Lesekompetenz: Entwicklung von Inhalten zur Rechtschreibung und Leseförderung. Festlegung von Evaluationsinstrumenten, Abstimmung über Unterrichtsinhalte, Unterrichtsmethoden und Unterrichtsmaterialien klassenübergreifend und jahrgangsbezogen. Einstieg in die vertiefte Reflexion über Unterrichts und Erziehungsprozesse in der jeweiligen Klassenstufe.

2009: Schülersprechtage: Einführung eines Schülersprechtages mit Vor- und Nachbereitung für die Klassenstufe 8 mit dem Ziel, eine positive Lernhaltung zu stärken und individuelle Lernerfolge zu ermöglichen.

2009: Vereinbarung von Regeln: In den Klassen 5 und 6 werden Umgangsformen, Regeln und Rituale vereinbart, reflektiert und deren Einhaltung nachhaltig überprüft. Vereinbarungen können sich auf drei Ebenen beziehen: Einhaltung von Regeln der Sauberkeit und Ordnung, das Verhalten in der Klasse (Sozialverhalten) und das Verhalten im Unterricht (Lernverhalten, Sozialverhalten).Die Thematisierung erfolgt in den Klassenlehrerstunden in den Klassen 5 und 6. Weiterführung in der Klassenstufe 7.

2009: Förderunterricht Mathematik: Entwicklung eines Konzepts zur individualisierenden Förderung und Forderung in Mathematik.